Markenstimme finden, ohne Formeln aus dem Lehrbuch

Eine greifbare Stimme entsteht aus konkreten Entscheidungen — nicht aus Adjektivlisten. Ein Blick in unsere Arbeitsweise bei Mentis Cedar.

Nahaufnahme von handschriftlichen Notizen zur Tonalität neben einem geöffneten Manuskript

„Freundlich, aber kompetent“ steht in vielen Briefings. Es hilft Schreibenden kaum. Freundlich gegenüber wem? Kompetent in welchem Maß — und mit welcher Haltung bei Unsicherheit?

Wir beginnen deshalb mit Gegenbeispielen. Welche Formulierungen würden Sie nie unter Ihrem Namen freigeben? Welche Passagen aus der Branche klingen austauschbar? Aus dem Nein entsteht schneller ein Ja als aus abstrakten Tugendkatalogen.

Als Nächstes prüfen wir Satzlänge, Ansprache und Umgang mit Fachbegriffen. Manche Marken dürfen Fachsprache stehen lassen und erklären nur dort, wo Entscheidungen drohen. Andere brauchen eine klarere Alltagssprache, weil ihre Leserschaft gemischt ist.

Im Leitfaden landen dann Musterpassagen: ein Absatz für die Website, ein Beispiel für LinkedIn, ein abgelehnter Alternativsatz mit Begründung. Das ist mühsamer als eine Adjektivliste — und genau deshalb brauchbar.

Content-Marketing ohne redaktionelle Markenstimme produziert Volumen. Mit Stimme entsteht Wiedererkennung: Leserinnen und Leser erkennen den Absender, bevor sie das Logo sehen.